Manchmal fragt man sich…

3 comments

Ich bin neulich einen 100km-Marsch gelaufen. Also vielmehr rund 77,24km. Wie Du Dir vorstellen kannst, hat man dabei viel Zeit zum Denken ????.
Heute teile ich die Fragen mit Dir, mit denen ich mich auf dem Megamarsch konfrontiert gesehen habe. Vielleicht willst Du sie nutzen, um etwas über Dich herauszufinden. Denn ich finde, das lohnt sich immer ????.

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Kannst Du Dich großen Herausforderungen stellen, ohne das Scheitern oder das Gelingen persönlich zu nehmen?

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Kannst Du jeden Schritt auf dem Weg zum Ziel bewusst erfahren - die leichten und beschwingten, sowie die schweren und schmerzhaften?

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Kannst Du Dich auf Deinem Weg mit Menschen verbinden und Dich auch wieder von ihnen verabschieden?

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Kannst Du andere unterstützen und begleiten und bist Du selber unterstützbar und begleitbar - aber kannst Du auch ein Stück des Weges alleine gehen?

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Kannst Du von einem einmal eingeschlagenen Weg abweichen, wenn ihn weiterzugehen Dir schaden wird?

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Wenn ich während des Laufens meinen Körper, meine Gedanken und Gefühle beobachten kann: Wer ist das- oder derjenige, der beobachtet?

Viel Spaß beim Sinnieren!
Und schreib gern in die Kommentare, was Dir so in den Sinn kam.

Denn manchmal fragt man sich ja auch, was sich die anderen so fragen und antworten ????.

Walking greets

Stefan

Wir freuen uns auf Deine Gedanken in den Kommentaren 🤩

  • Lieber Stefan,
    jeden von Dir beschriebenen Punkt/Frage kann ich sofort nachfühlen.
    Genau das habe ich auf meinem/unserem Pilgerweg von Porto nach Santiago de Compostela erlebt und gefühlt. Ein unbeschreibliches Gefühl für mich ❤
    Gemeinsam und auch alleine zu gehen…mit viel Leichtigkeit und Lieder singen…mit Schwere, Schmerzen und weinen, anderen Menschen begegnen und zu helfen, sich selber helfen lassen…
    All das habe ich auf meinem Weg erfahren. Auch das Gefühl, es evtl. nicht zum Ziel zu schaffen, weil mein Knie und die Bakerzyste sehr schmerzte…was mich kurz traurig stimmte. Am nächsten Tag konnte ich ausgeruht und schmerzfrei weitergehen und habe es mit Leichtigkeit und viel Freude geschafft.
    Eine wunderbare Gelegenheit, mal ganz tief in sich reinzuschauen & -hören.
    An den Megamarsch habe ich auch schon mal gedacht…????

    Gratuliere Dir von Herzen für diese meeega Leistung.

    Herzliche Grüße
    Dunja ????

  • Lieber Stefan, liebes Grüne Wiese Team! Herzlichen Glückwunsch zum MEGA MARSCH und danke für das Teilen dieser inspirierenden Fragen. Ich fand interessant, in welchen Modus ich geraten bin, als ich die Fragen las. Da kam immer das Wörtchen „kann“ vor dem ich. Und ich immer: Puh, Haken hinter, kann ich. Wenn ich also nur das KANN lese, verhindere ich das wirkliche aufschliessen der Fragen und die mögliche dahinterliegende Erkenntnis. Für mich ist also die letzte Deiner Fragen die 1 Million Dollar Frage(sie hat auch kein Kann vorne :-): Wer ist das eigentlich, der rankt, bewertet, beobachtet, beurteilt…. Wenn man es nach der Methode des inneren Teams betrachtet, wäre es mein Teammitglied…. ja wie nenne ich sie… die“Rampensau“? „Profilsüchtige“? „Sprinterin“? „Klassenbeste“? und klar: Das bin auch ich. Oder zumindest das konditionierte ICH. Gehen tut aber jemand anders…
    Inspirierte Grüße
    Sonja

  • Lieber Stefan,
    auch von mir vielen Dank für die inspirierenden Fragen! Die ein oder andere kenne ich selbst aus ähnlichen Erfahrungen. Zwar kein Ultra-Marsch, aber Mehr-Tages-Wanderungen oder Bergtouren.
    Sehr spannend finde ich die Beobachterfrage. Ich könnte mir vorstellen, wenn es um neutrale Beobachtung und einfach nur Wahrnehmung geht, dass es sowas wie eine Seele ist. Wobei ich mich frage, ob eine tatsächlich nichtwertende oder neutrale Beobachtung für uns Menschen überhaupt möglich ist. Und: was ist dann eigentlich die Seele?

    Von Sonja greife ich das „kann“ nochmal auf. Ich denke, können tue ich das auch alles. Bestimmt! 😀 Aber tue oder will ich das?

    Ich habe mit den Jahren unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
    Vor 10 Jahren bin ich auch den portugiesischen Jakobsweg gelaufen: mit Blasen unter den Blasen, nassen unpraktischen Schuhen und schmerzender Schulter… einen Fuß vor den anderen im Schneckentempo. Da war ich gefühlt einsam, habe Kontakte gesucht und mir ist es schwer gefallen, diese wieder zu verabschieden.

    In Australien vor 5 Jahren bin ich 4 Tage allein einen Teil vom Bibblemuntrek gelaufen, mit Selbstversorgung. Da hatte ich Schmerzen im Rücken vom schweren Rucksack. Hier war ich absichtlich allein unterwegs und die paar Leute die ich getroffen habe, haben mich eher genervt.

    Heute fällt es mir leichter meine Grenzen zu akzeptieren und bessere Bedingungen zu schaffen, teste diese aber auch gerne mal aus. 😀
    Mit den Menschen ist es mal so, mal so. Ich bin gerne allein. Einzelne Begegnungen finde ich spannend, suche diese aber nicht und kann sie, wenn sie passieren, auch gut wieder loslassen.

    Allein ist für mich das Erleben irgendwie gefühlsmäßig intensiver. Mit anderen ist es eher kopfmäßig intensiver. Da ich eh viel und gerne denke, tut mir das Fühlen manchmal gut und ich ziehe mich dafür zurück.

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